Der Petersberg: Rheingold Party mit u30 Feeling.
Dienstag, 11. Aug 2009 10:42 von Det Mueller

Foto | © 2009 Ingo Firley für General Anzeiger online Bonn
Am vergangenen Samstag, dem 08. August rockte ab 21.00 Uhr der Petersberg - einer der sieben Berge aus der Familie des Drachenfels im Siegengebirge bei Bonn: Im Hotel Steigenberger stieg die erste “Rheingold Party” - ein Pilotprojekt also. Karten gabs nur im Vorverkauf, der Preis mit 15 Euro war offenbar völlig okay - alle waren schnell ausverkauft…
Mit meinem Freund Jo lief ich gegen 22.00 Uhr dort auf - dem angesagten Dresscode entsprechend gekleidet, frisch rasiert, Zähne geputzt. Die Parkplätze dehnten sich aus, bis zu einem Schwimmbad in Königswinter, wo alle Gäste in drei Luxusbussen im Shuttle ständig nach “oben” gefahren wurden. Dort angekommen tummelten sich bereits eine Stunde nach Einlass etwa 1.000 Gäste, im Ballsaal (Foto) tanzend, oder relaxend auf den weitläufigen Terrassen mit einem grandiosen Blick auf den nächtlichen Rhein. Hauptzielgruppe lag bei Anfang Dreißig, Damen, tatsächlich mal gut gekleidet waren eindeutig in der Überzahl.
Das schöne Ambiente des Hotels täuschte aber leider nicht über zahlreiche Organisationsfehler hinweg: Die Musik - sicher Geschmackssache, kam mir sehr altbacken vor. Kein einziger Ton aus der Jetztzeit. Die Anlage selbst war ein Greuel für die Ohren. Aber der schlimmste Fehler: Es gab fast nichts zu essen! Ein paar lächerlich weiche Quiches und Brezeln fand man irgendwo in den Zwischengängen. Ein zweiter Ballsaal war lieblos und mit heißer Nadel umfunktioniert zur “Getränkeausgabe”: Hier gabs Wein mit 2 Tonnen Eis im Glas, bis man sich die Hände am Getränk erfroren hatte. Wer lieber ein Bier wollte mußte einen langen Weg zurück hinaus in die entfernteste Ecke der Terrassen wagen. Und Sitzplätze gabs viel zu wenig, draußen wie drinnen…
Als wir um 2.00 Uhr leicht enttäuscht und sehr hungrig wieder nach Köln fuhren, kamen auch die Busse wieder wie gerufen und schnell. Mindestens der Busgesellschaft muß man ein riesiges Kompliment machen - die waren bestens organisiert…
Bleiben Sie wertschätzend fröhlich: Det Mueller
