Jun 11 2008

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Det Mueller

Was Mitarbeiter und Chefs wirklich wollen.

Abgelegt 11:16 unter News

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Viele Unternehmen versuchen immer noch, gute Mitarbeiter mit Firmenwagen, Blackberry, Boni etc. zu bestechen. Wenn diese Firmen mal die Nase in die Erkenntnisse der Glücksforschung stecken würden, müsste Ihnen schon längst klar sein, dass Mitarbeiter sich ganz andere Dinge und vor allem andere Verhaltensweisen wünschen“, schreibt mein Freund Wolff Horbach, Glückstrainer aus Köln heute auf seinem Blog Faktor-G

Aus Studien wissen wir natürlich recht genau, was diese anderen Dinge sein könnten. Schon vor einem Jahr kam Mathias Horx mit seinem Zukunft | Institut zu dem Ergebnis, dass moderne Manager aus dem LOHAS Umfeld [Marktsegment mit 500 Milliarden Euro Umsatz in 2005] altersunabhängig viel größeren Wert legen auf persönliche Lebensqualität, als auf Karriere und höhere Gehälter. Ich schrieb damals als Zusammenfassung dazu:

“Sehr reduziert geht es einfach darum, einen Paradigmenwechsel, also einen gesamtgesellschaftlichen Wertewandel zu vollziehen. So weichen Status und Prestigedenken dem Streben nach mehr Lebensqualität. Die soziale Differenzierung weicht dem individuellen Wohlergehen. Konkurrenzdenken löst das Streben nach innerem Wachstum ab. Aus der Massengesellschaft erwacht eine Gesellschaft der Individuen. Luxusgüter werden als Fetisch abgetan und ersetzt durch den Wunsch nach mehr Service- und Erlebnisqualität. Unterm Strich ist der generelle Antrieb nicht das Mehrverdienen, sondern das Bedürfnis nach mehr persönlicher Zeit und positiven Werten.”

Für den Schweizer Logotherapeuten und SinnCoach Zsolt Joanovits aus Basel [Dialogon], schreibe ich gerade das Textkonzept für seine neue Website. Aus seinen Basisunterlagen konnte ich zu dem Thema die bestätigende Hintergrundinformation gewinnen:

“Kann es sich ein Unternehmen auf Dauer leisten, mit Mitarbeitern zu arbeiten, die ihre Arbeit als nicht sinnvoll oder nicht wertvoll empfinden? Kann ein Selbstständiger erfolgreich sein, wenn er vergessen hat wofür? Wohl kaum. Sinn in der Arbeit ist nicht nur der stärkste Motivator, sondern auch Grundlage für betriebswirtschaftlichen Erfolg und die psychosoziale Gesundheit.”

Es könnte alles so einfach sein, wenn das zeitgeistige Wissen in die Köpfe und Herzen der Menschen endlich vollständig eingezogen wäre, die in diesem Lande etwas zu sagen haben. Wertschätzung und Liebe, Sinnorientierung und Motivation durch humanistische Werte, sind keine Begriffe der Sozialromantik, sondern tatsächlich lebbar und würden uns Deutschen sicher wieder das Lächeln in die grauen Gesichter bringen…:::

2 Kommentare

2 Kommentare to “Was Mitarbeiter und Chefs wirklich wollen.”

  1. Joachim Zischkeam 11. Juni 2008 um 12:23 1

    Es könnte alles so einfach sein — in diesem letzten Absatz, lieber Det, hast Du alles hineingepackt, was es für unsere Gesellschaft braucht, um wieder ein menschliches Gesicht zu haben. Gerade der Sinn der Arbeit beeinflusst hierbei auch den Sinn des Lebens.
    Gruss, Joachim

  2. Gerald - hyperkontextam 17. Juni 2008 um 00:02 2

    Manueller Trackback:
    Miteinander Mitmachen lernen

    […] Es geht eben nicht nur um Überzeugungsarbeit. Es geht ganz direkt auch um prinzipielle Lebens- und Kultureinstellungen. […]

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