Tod eines Bloggers.
Mittwoch, 29. Aug 2007 22:52 von Det Mueller

Im April dieses Jahres hatte ich bei Robert auf seinem immer wieder interessanten “Basic Thinking Blog” das Post über die philosophische Frage “Was geschieht mit Deinem Blog, wenn Du plötzlich stirbst?” gelesen und nie wieder vergessen.
Oft hab ich mir Gedanken darüber gemacht, denn täglich kann ein Unglück geschehen und was geschieht dann mit meinen drei Blogs? Stehen die dann bis zur Kernschmelze im Nirwana?…
Kaum jemand außer mir hat Zugang zu den Codes. Und Indizien fürs Bloggersterben gibts allemal. Immer wieder treffe ich bei meinen Streifzügen auf Blogs, die seit dem Frühjahr nicht mehr gesendet haben. Ist dort der tragische Fall eingetroffen? Ich hoffe nicht.
Konstantin vom “London Leben“ schrieb damals bei Robert als Kommentar:
Mit Kreativität entsteht auch Verantwortung (eine angenehme Verantwortung allerdings). Warum sich also nicht damit auseinandersetzen, was mit dem ganzen Geschwurbel, was man so gebloggt hat, nach dem Tod passiert?
Das ist ein guter Ansatz, denn die Vorstellung irgendwann, vielleicht in zwanzig Jahren nur noch auf verwaiste Blogs zu treffen, ist nicht gerade angenehm. Schließlich sind wir alle keine Schauspieler, die in ihren Filmen weiterleben, Blogs leben vom täglichen Input. Von der Kommunikation: Posten und Feedback. Von Meinungen und Gegenmeinungen.
Was also geschieht? Wird wordpress selbst irgendwann merken, dass Niemand mehr das Ruder führt und das Theme löschen? Wird das Blog überschwappen von tausenden von Spams? Werden sich asiatische Hacker eingeschlichen haben und das Ding zweckentfremdet weiterführen? Oder werden sich Blogs ohne Energie nach einer gewissen Zeit selbst auflösen? Mit Kreativität entsteht auch Verantwortung? Was würdest Du tun? Wie denkst Du über das Thema?…:::
Ähnliche Themen:
Basic Thinking: “Wiedergeburt eines Blogs”.
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Mondgras: “Ich bin nicht tot”!
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Robert´s Blog: “Der Tod kommt von hinten”.
Zahohie Blog: “Erfahrungen mit dem Tod”.
ProBlogger: “Blogging Fears - Death”.

Det,
Darren Rowse hatte vor kurzem einen kleinen Beitrag dazu geschrieben. Ihn beschäftigte das Thema vor allem, weil sein Blog auch ne Menge Geld bringt. Das würde ja auch noch nach dem Tod weiterlaufen - zumindest für eine Weile. Seine Empfehlung: Ins Testament mit aufnehmen.
Und die Zugangsdaten etc. - wohl auch irgendwie greifbar halten.
Aber wer macht das schon???
hier noch der Link zu Beitrag von Darren:
http://www.problogger.net/archives/2005/04/11/bloggers-worst-fears/
Danke Jörg für den Link, nehm ich gern in die Liste auf. Und schön, dass Du wieder “da” bist!
[…] Heute musste ich ein bisschen schmunzeln. Las ich doch in Det Muellers Blog sein Post: Tod eines Bloggers. Offensichtlich beschäftigen sich einige Menschen zur Zeit mit dem Gedanken, was mit ihrem Blog passiert, sollten sie plötzlich versterben. Das finde ich sehr anregend, und sofort kommen mir Gedanken wie: […]
Huh, Det, mir gruselt’s, kalt läuft es mir den Rücken runter. Wie kannst du dich um diese Jahreszeit mit dem Tod beschäftigen -? Dazu ist doch der November da, oder nicht?
Ich drehe jetzt meine Barockmusik lauter, klingt gerade so fröhlich, heiter und positiv. Diese Stimmung muss ich beibehalten, damit meine Direct-Mail-Aktion nächste Woche DER Erfolg wird -
Gruss, jz
@Dori
Du hast den Stab prima aufgenommen und ein feines Post draus gemacht, klasse!
@Joachim
Mit der guten Textvorlage
kann mit Deiner Directmail Aktion nichts schiefgehen. Und hier sind
die Temperaturen eher wie im November - aber der Grund war einfach Nachdenklichkeit. Oder, es mußte mal raus…